Stiefingtal will plastiksackerlfrei werden

Berichte in den Medien

Die Gemeinden des Stiefingtales sind schon seit rund vier Jahren eine Klima- und Energie-Modellregion. Jetzt wurde man vom Klima- und Energiefonds Österreich auch noch für die Umsetzung einer Modellregion zur Klimawandelanpassung beauftragt. Mit zahlreichen Maßnahmen will sich die Kleinregion Stiefingtal in den nächsten beiden Jahren klimafit machen.

Folgender Bereich erschien auf der Homepage vom ORF:
Quelle: steiermark.orf.at

Sechs Gemeinden in Leibnitz und der Südoststeiermark, die Region Stiefingtal, wollen künftig plastiksackerlfrei werden. Angesetzt wird bei den Kleinsten – mit Schwerpunktaktionen zu den Themen Plastik und Plastikvermeidung in Schulen.

Was Italien mit dem 1. Jänner 2011 geschafft hat, ist in der Steiermark nach wie vor Zukunftsmusik: Ein komplettes Verbot von Plastiksackerln. Für Wolfgang Neubauer, Obmann der Klima- und Energieregion Stiefingtal, völlig unverständlich.

„Ein steiermarkweites Thema“

Er betonte: „Eigentlich zielt alles darauf ab, dass die gelben Säcke voll sind. Dann haben wir als Konsumenten ein ruhiges Gewissen: Wir glauben, wir sind eh brav, haben unseren Sack vollgefüllt – und damit unseren Beitrag geleistet. In Wirklichkeit gehört der Vermeidungsgedanke jedoch noch viel stärker in unseren Köpfen geschärft und da haben wir noch einiges an Arbeit; also nicht nur wir in der Kleinregion – ich glaube, das ist ein steiermarkweites Thema.“

Genau deshalb möchte die Region Stiefingtal mit gutem Beispiel vorangehen: „Wir wollen einfach darauf aufmerksam machen, dass es gescheit ist, auf das Plastiksackerl zu verzichten und besser nachwachsende Rohstoffe zu verwenden sowie Fairtrade-Produkte, die nachhaltig sind“, so Neubauer.

Ansetzen bei den Kleinsten

Besonders wichtig sei es, diesen Gedanken den Kindern möglichst früh zu vermitteln, sagte Isabella Kolb-Stögerer, projektverantwortlich für die plastiksackerlfreien Bildungseinrichtungen im Stiefingtal: „Den meisten Kindern ist überhaupt nicht bewusst, dass Plastik eigentlich aus Erdöl besteht. Die NMS in St. Georgen plant daher beispielsweise drei Projekttage rund um das Thema Plastik. Es gibt so viele Bereiche, in denen es Plastik in Wahrheit nicht braucht und es weit sinnvollere Alternativen gibt.“

Und eben diese Alternativen bekommen die Kinder im Stiefingtal heuer gratis: „Zum Beispiel ein Turnsackerl aus Fairtrade-Baumwolle oder ein normales Einkaufsackerl oder aber ein Obstsackerl, das man anstatt des normalen Plastikobstsackerls verwenden kann.“ Insgesamt sind es sechs Kindergärten und acht Schulen, die sich heuer im Stiefingtal intensiv mit der Problematik Plastik beschäftigen. Für Wolfgang Neubauer ein erster Schritt.

Einkaufen soll „klimafit“ werden

Beispielsweise führe man bereits Gespräche mit den Kaufleuten der Region: „Da geht es um das klimafitte Einkaufen. Darum, dass wir uns Verpackungsmaterialien sparen. Es ist nicht unbedingt so einfach, dass wir in den Großmärkten Fuß fassen werden, aber wir haben im Stiefingtal zum Glück eher Kaufhäuser, die im kleinen Stil betrieben werden.“

Generell soll das Projekt auch andere Regionen in der Steiermark motivieren – wenn eine steiermarkweite Gesamtlösung weg vom Plastiksackerl nach italienischem Vorbild offenbar noch unmöglich erscheint.


Folgender Bericht erschien in der Woche:
Quelle: woche.at  Autor: 

Die Klima- und Energiemodellregion Stiefingtal ist dafür bekannt, sich aktiv für den Klima- und Umweltschutz einzusetzen. Nun haben die Mitgliedsgemeinden (St. Georgen/Stfg., Empersdorf, Pirching, Heiligenkreuz/W., Allerheiligen, Ragnitz) ihr neuestes Projekt vorgestellt.

Kein Plastik mehr

Seit dem Schuljahr 2018/19 sind alle Kindergärten und Schulen in der Kleinregion plastikfrei! „Die Bildungseinrichtungen haben sich schon davor mit dem Thema Umweltschutz beschäftigt und waren sofort bereit, mitzumachen“, informiert Isabella Kolb-Stögerer vom Ingenieurbüro Reiterer und Scherling. Und so wurden alle Schüler mit unterschiedlichen Stoffsackerl ausgestattet, die als Turnbeutel oder Jausentüte verwendet werden können. „Wir wollen das Plastik nicht verbieten oder verteufeln. Uns ist es ein Anliegen, die Kinder über den Rohstoff zu informieren und ihnen objektive Informationen zu geben“, so Kolb-Stögerer weiter.

Informationen geben

So wird in den Schulen ein Schwerpunkt auf das Thema „Plastik“ und dessen Vermeidung gelegt. So wurde u.a. ein Memory mit plastikfreien Alternativen aus dem Stiefingtal (Milch aus Flaschen, unverpackte Bio-Kartoffeln, etc.) entwickelt und es gibt Vorträge und Lehrveranstaltungen. Als besondere Ehrung wurden den teilnehmenden Schulen und Kindergärten eine Plankette überreicht, die nun die Einrichtungen zieren.
„Klima- und Energiemodellregion Stiefingtal hat insgesamt 14 Maßnahmen gesetzt, die von Schutzmaßnahmen gegen Trockenheit und Wind über klimafitte Raumplanung bis hin zu Tiergesundheit reichen“, informiert der Obmann Bgm. Wolfgang Neubauer. Dass sich auch schon die Kinder dafür interessieren und begeistern, macht alle Beteiligten extrem stolz. „Die Bewusstseinsbildung ist beim Thema Klima- und Unweltschutz besonders wichtig, daher ist es gut, damit schon im Kindesalter zu beginnen“, so sind sich alle Beteiligten einig.

 

 

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on Okt 24, 2018

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